… da kann man nichts sagen. Auch die erotische Szene ist anregend erzählt und ein solcher Seitensprung kann durchaus vorkommen.
So weit, so gut. Warum ich die Geschichte trotzdem nicht meiner Frau abends im Bett vorlesen werde, ist der Schluss. Der ist, lieber Autor, sehr, sehr unglaubwürdig.
Eine Ehefrau wie Anja, offensichtlich in einer glücklichen Ehe und Familie, wird am nächsten Morgen nicht „schmunzeln“, sondern sich große Sorgen machen. Sie wird ein enorm schlechtes Gewissen haben und sich überlegen, wie sie das ihrem Mann sagen soll.
Und das Verhalten der Tochter ist absurd. Niemals wird eine 17-Jährige ihre Mutter zum Fremdgehen animieren und die Ehe ihrer Eltern in Gefahr bringen. Im Gegenteil, gerade in diesem Alter weiß sie, was eine intakte Familie bedeutet.
Meine Meinung: Ein anderer Schluss, lieber Thassilo, und vielleicht noch eine Portion Erzählung, wie das Ehepaar damit umgeht, dann wäre die Geschichte für mich gelungen.
Nichts für ungut und viele Grüße,
Kanzler
von Kanzler, 28.03.2026 02:15 Uhr
Nein, dein Denken ist ganz und gar nicht altmodisch,
sondern absolut zeitlos, sofern man das Versprechen beim Standesamt ernst nimmt. Es ist jedoch nun mal so: Solche Seitensprünge, wie der Autor einen gut beschreibt, kommen vor. Aber das Verhalten der Protagonistin ist höchst unglaubwürdig. Eine Ehefrau, wie sie hier beschrieben wird, wird sich keinesfalls so „hoppla-di-hopp“ hineinstürzen.
Aber diese streift alles, was ihr Ehe und Familie bedeuten, einfach ohne viel Federlesens ab. Sie hat weder davor noch danach ein „Gewissen" und das Letztere ist sogar schlimmer. Das einzige, was ihr einfällt, dass sie „ein ernstes Wort mit ihrer Tochter reden“ muss.
Schade um die Geschichte, meint mit besten Grüßen
der Kanzler
von Kanzler, 28.03.2026 02:18 Uhr